Einfache Methode lädt zum Hören und Meditieren von Bibeltexten ein

Ob Pfarrgemeinderat, Sachausschuss oder Kindergottesdienst-Team: Kirchliche Sitzungen und Treffen beginnen in der Regel mit einem geistlichen Impuls, der bewusst macht, was die Mitte allen Planens, Organisierens und Tuns sein soll. Auch trotz (oder gerade wegen) etwaiger Berührungsängste bietet sich hier ein Text aus der Heiligen Schrift an. Der Dortmunder Alttestamentler und Bibelwerksvorsitzende Egbert Ballhorn hat dazu eine Methode entwickelt,1 die so einfach ist, dass sie auch von theologischen Laiinnen und Laien ohne großen Aufwand vorbereitet und durchgeführt werden kann. Sie besteht aus drei kurzen Schritten und benötigt - je nach Anzahl der Teilnehmenden und Länge des Textes - höchstens 10 Minuten:
1. Schritt: hören
- alle sammeln sich für einen kurzen Moment
- der ausgewählte Bibeltext wird langsam und laut vorgelesen
2. Schritt: bedenken
- alle schweigen 1-2 Minuten und lassen den Text auf sich wirken
- "Echo" des Textes:
die Teilnehmenden sprechen im Wechsel Wörter oder Satzteile nach, die sie berührt haben
jede/r darf mehrfach etwas sagen, Wiederholungen sind erlaubt!
3. Schritt: antworten
- zum Abschluss wird gebetet
- z.B. gemeinsam das Vaterunser
- oder jemand formuliert ein freies Gebet, das das Thema des gelesenen Textes aufgreift
Gelesen werden kann einfach das Evangelium des jeweiligen Tages oder des kommenden Sonntags – oder auch nur ein Ausschnitt daraus. Es kann aber auch ein thematisch passender Text ausgewählt werden – z.B. Lk 1-2 bei Treffen des Krippenspielteams.
Mehr zum biblischen Angebot der KEB im Bistum Regensburg erfahren Sie unter https://www.keb-bistum-regensburg.de/bibel
1Eine ausführliche Beschreibung der vorgestellten Methode finden Sie in "Das Praxisheft. Die Bibel lesen mit Herz und Verstand", das 2024 vom Lectio Divina-Team des Katholischen Bibelwerks e.V. herausgebracht wurde.
