
Seit dem 2. Februar 2025 ist in der EU eine neue Ära angebrochen: Erstmals weltweit gibt es eine gesetzliche Anerkennung der Bedeutung von KI-Kompetenz. Die EU-KI-Verordnung verpflichtet Unternehmen dazu, ihre Mitarbeitenden im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu schulen.
Doch dieser gesetzliche Rahmen ist nur der Anfang. KI-Kompetenz ist weit mehr als eine berufliche Anforderung – sie ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben in der digitalen Gesellschaft.
KI ist bereits überall in unserem Leben
Wer glaubt, KI sei nur ein Thema für Tech-Unternehmen, irrt gewaltig. KI begegnet uns täglich – oft unbemerkt:
- Beim Fotografieren: Unser Smartphone optimiert Bilder automatisch
- Beim Einkaufen: Online-Shops empfehlen uns passende Produkte
- Bei der Navigation: Stau-Umfahrungen werden in Echtzeit berechnet
- Bei der Unterhaltung: Streaming-Dienste schlagen uns Filme vor
- In sozialen Medien: Algorithmen bestimmen, was wir zu sehen bekommen
- Bei der Informationssuche: Suchmaschinen verstehen unsere Fragen immer besser
Warum KI-Bildung eine Frage der Menschenwürde ist
Als Katholische Erwachsenenbildung verstehen wir Bildung als Dienst am Menschen und an der Gesellschaft. KI-Kompetenz ist für uns daher nicht nur eine technische Fertigkeit, sondern eine Frage der Menschenwürde und sozialen Gerechtigkeit.
In einer Welt, in der KI immer mehr Lebensbereiche durchdringt, entscheidet KI-Kompetenz über gesellschaftliche Teilhabe:
- Wer KI versteht, kann sie bewusst nutzen oder ablehnen.
- Wer KI kritisch einschätzen kann, bleibt handlungsfähig.
- Wer KI-Risiken erkennt, kann seine Rechte schützen.
KI-Kompetenz: Mehr als technisches Wissen
KI-Bildung bedeutet für uns weit mehr als das Erlernen von Software-Funktionen. Es geht um bewusste Entscheidungen und ethische Orientierung in vielen gesellschaftlichen und die eigene Identität betreffenden Bereiche:
Kritisches Denken stärken
- Medienkompetentz: KI-generierte Inhalte erkennen und bewerten
- Quellenprüfung: Zwischen menschlichen und KI-Texten unterscheiden
- Faktencheck: KI-"Halluzinationen" entlarven
Ethische Urteilskraft entwickeln
- Datenschutz: Bewusst entscheiden, welche Daten man teilt
- Manipulation: KI-basierte Beeinflussung erkennen und abwehren
- Gerechtigkeit: Diskriminierung durch KI-Systeme verstehen und bekämpfen
Die KEB als Partner für KI-Bildung
Die Katholische Erwachsenenbildung nimmt ihren Bildungsauftrag ernst und bietet deshalb immer wieder Veranstaltungen zu KI an – jenseits beruflicher Verwertung, für die ganze Person und das ganze Leben.
Die neue EU-KI-Verordnung ist mehr als ein Gesetz – sie ist ein gesellschaftlicher Auftrag. Als Katholische Erwachsenenbildung nehmen wir diesen Auftrag ernst und laden Sie ein:
Lernen Sie nicht nur für den Beruf – lernen Sie für das Leben!
Sie haben Fragen zu unseren KI-Bildungsangeboten?
Wenden Sie sich an Tanja Köglmeier (tanja.koeglmeier(at)bistum-regensburg.de), Referentin für digitale Bildung und KI-Kompetenz. Sie hilft Ihnen gerne weiter!
