KEB Bistum Regensburg

Ein Jahr gemeinsam unterwegs

Ein Jahr gemeinsam unterwegs

Seit dem 1. Mai 2024 ist die Fachstelle Ehrenamtsentwicklung bei der KEB im Bistum Regensburg als Team unterwegs. Ein Jahr, das geprägt war von der Suche nach dem eigenen Weg, von neuen Erkenntnissen und der Entwicklung gemeinsamer Ideen für die Ehrenamtsarbeit im Bistum.

Vom Forum Ehrenamt zu neuen Perspektiven

Gestartet ist das Team mit dem bewährten Forum Ehrenamt und seinen kostenlosen Angeboten für ehrenamtlich Engagierte im kirchlichen Bereich. Der Studientag Kirche statt Kanapee stand ganz oben auf der Agenda, als Michaela Zwerger vor einem Jahr zur Fachstelle kam. Auch die Einführungsveranstaltungen für Kirchenpfleger gehörten zu den arbeitsintensiven Projekten des ersten Jahres. Doch schnell wurde deutlich: Die Aufgaben und Herausforderungen der Ehrenamtsentwicklung sind weitaus vielschichtiger.

Zwischen Beteiligung, Bildung und Veränderung

„Was uns immer wieder beschäftigt, sind grundlegende Fragen: Welche Rahmenbedingungen braucht Ehrenamt, um wirklich tragfähig zu sein? Was motiviert Menschen heute, sich einzubringen – und was hält sie davon ab? Wo stehen wir, was machen wir bereits gut, und wo braucht es noch Entwicklung? Und: Was genau können wir als Fachstelle beitragen?“ erklärt Michaela Blattnig, Leiterin der Fachstelle Ehrenamtsentwicklung.
"Die Pastorale Entwicklung im Bistum bringt dabei zusätzliche Dynamik: Wie kann Ehrenamt sinnvoll in Veränderungsprozesse eingebunden werden – und wie können Ehrenamtliche selbst aktiv mitgestalten?“, ergänzt Michaela Zwerger.
Beide sehen ihre Arbeit im Spannungsfeld von Beteiligung, Bildung und Veränderung – ein Bereich, der sich stetig weiterentwickelt.

Vernetzt im Bistum und darüber hinaus

Eine große Stärke des Teams liegt in der umfassenden Vernetzung und der langjährigen Erfahrung beider Mitarbeitenden in der Arbeit mit Ehrenamtlichen. Dass beide ähnliche Haltungen teilen und Entwicklungen vergleichbar einschätzen, erleichtert nicht nur die Zusammenarbeit, sondern schafft auch Vertrauen in die gemeinsame Richtung.
Der Austausch im Netzwerk Forum Ehrenamt innerhalb des Bistums gehört ebenso zum Alltag wie die regelmäßigen Kontakte zu Engagemententwickler/innen anderer Diözesen. „Die Treffen in dieser Gruppe bringen wertvolle Impulse für unsere Arbeit hier in Regensburg“, berichtet Michaela Blattnig. Auch der bayernweite Werkstatttag Freiwilligenmanagement mit kirchlichen und nicht-kirchlichen Akteur/innen eröffnete neue Perspektiven.

Ausblick: Regionalisierung und Praxishilfen

Für die kommenden Monate will das Team das Thema Ehrenamtsentwicklung noch gezielter und regionaler angehen. Deshalb gehen sie aktiv in die Regionen und suchen das direkte Gespräch mit den Menschen vor Ort. Bei Mitgliederversammlungen in Wunsiedel und Weiden lauteten die zentralen Fragen: Was braucht ihr? Was wünscht ihr euch? Die Antworten fließen nun in die Planung ein – erste Veranstaltungen werden bereits regional ausgerichtet.
Ein weiteres Projekt ist ein Praxiskoffer für Menschen, die mit Ehrenamtlichen arbeiten. Geplant ist ein modularer „Baukasten“ mit Vorlagen, Checklisten, Anregungen und Ideen zur direkten Umsetzung – niederschwellig, praxisnah und inspirierend.

Auf dem Weg – mit offenem Blick

Nach einem Jahr ist klar: Die Fachstelle Ehrenamtsentwicklung ist auf einem guten Weg. Sie versteht sich nicht als fertiges Konzept, sondern als lernendes Team – offen für neue Fragen, bereit zur Weiterentwicklung und engagiert, gemeinsam mit den Menschen im Bistum tragfähige und nachhaltige Formen von Ehrenamt zu gestalten.

 

Autorin: Michaela Zwerger, Fachstelle Ehrenamtsentwicklung

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